10 Kommentare
Avatar von User
Avatar von Annette Nenner

Show don't tell ist so ziemlich der häufigste Rat, den ich als Lektorin "meinen" Autor*innen gebe. Superwichtig! Dennoch finde ich, dass wir diese Regel nicht immer anwenden müssen. Man hört ja oft so Tipps wie: Denk dir deinen Text wie einen Film und beschreibe, was du siehst. Ja, das ist in vielen Szenen hilfreich, aber es hat Gründe, warum wir schreiben und keine Filme machen. Schriftlich ist so viel mehr möglich. Hintergrundinformationen etwa finde ich beschrieben statt gezeigt viel angenehmer. Sie bremsen sonst oft ab oder führen zu Verwirrung. Ich gehe deshalb meist so vor: Alles Vordergründige (die Haupthandlung) zeigen, alles nebendran beschreiben.

Avatar von Nina Klose
Jun 18Bearbeitet

Alles Vordergründige (die Haupthandlung) zeigen, alles nebendran beschreiben.

Danke dir, für diese wertvolle Ergänzung durch die »Lektoren-Brille«.

Ich finde es auch fast unmöglich, allgemeingültige Regeln aufzustellen, ich sehe das eher wie einen Wegweiser. Zu bildhafte Texte können genauso holprig werden wie solche, die zu viel erklären. Ein gewisses Gefühl muss natürlich vorhanden sein. Dabei hilft am Ende nur schreiben, schreiben und immer wieder schreiben. Und zwischendurch auch mal lesen. 😊

Avatar von Annette Nenner

Genauso ist es. Es ist wichtig, keine Regeln stur zu befolgen, denn es kommt immer auf den jeweiligen Text an. Der eine lebt eher von dem, der andere von was anderem.

Avatar von Stabenwelt

Das ist ein guter Gegenpunkt. Die Waage halten fällt mir nur manchmal schwer😂

Avatar von Stabenwelt

Sehr hilfreich. Danke.

Avatar von Claudia | Hunger auf mehr

Danke für die Beispiele. Werde ich drauf achten.

Avatar von Ralf Gabler

Sehr coole Beispiele. Danke.

Avatar von Nina Klose

Gerne, danke dir!

Avatar von Dagmar Wienböker

Nina ! Super Beispiele … das mit den Szenen kann ich inzwischen ganz gut …. ABER … dann mutiere ich zum Erklärbär … wahrscheinlich weil ich nicht ganz darauf vertraue, dass meine Leser die Szene verstehen…

Avatar von Nina Klose

Danke, liebe Dagmar! Was du beschreibst, kenne ich auch gut. Dann versuche ich mir vor Augen zu halten, wie sehr es mich selbst beim Lesen nervt, wenn Szenen übererklärt werden. Daher nehme ich beim Schreiben lieber in Kauf, dass mal 10% mir nicht folgen können. Das lässt sich wahrscheinlich nie ganz vermeiden.